Chronik

Festakt zum 150-jährigen Bestehen der Ileder Hütte, September 2008 in der Gebläsehalle,  Ilsede

Der Anfang kommt am Ende

(Peiner Allgemeine Zeitung vom 24. November 2008)

Die traurig-sehnsüchtige Melodie von Amazing Grace, gespielt auf dem Dudelsack, begleitet von zwei Sängerinnen und dem Brägenwoost Bratters Orchestra, war der Höhepunkt einer mehr als vierstündigen Schau im Peiner Forum, und einige Überraschungsgäste brachten Geschenke am 22. November 2008 zum 20. Geburtstag des Veranstaltungsortes in der Innenstadt.

 

Das Brägenwoost Bratters Orchestra umrahmte neben vielen Überraschungsgästen die Feier zum 20. Geburtstags des Forums musikalisch.

 

 

Peine. Im eleganten schwarzen Anzug mit Smoking-Hemd und schwarzer Fliege tritt Moderator Jürgen Grütter weit nach 23 Uhr ins Scheinwerferlicht im Peiner Forum. Der Vorhang öffnet sich zum Spiel eines Dudelsacks, geblasen vom schottischsten Lokalpatrioten Peines, Helmut Horneffer. Er und die Owl-Town-Pipe & Drum Band haben vor 20 Jahren zur Eröffnung des Forums gespielt. So löst Grütter das zu Beginn des Abends vorgestellte Rätsel auf. Vier Stunden zuvor hatte er gesagt, dass der Anfang ganz am Ende kommt.

 

Am Ende ist das in bester Jazz-Laune auftretende Brägenwoost Bratters Orchestra aber selbst dann noch nicht. In einer neuen Version spielt zunächst Helmut Horneffer Amazing Grace auf dem Dudelsack, dann stimmen die beiden Jazz-Sängerinnen und schließlich das gesamte Orchester ein. Gänsehaut im Publikum, und nach einer Jazz-Interpretation des Stückes und den letzten Tönen auf dem Dudelsack wieder langer Applaus.

Den spendet das Publikum am Sonnabend reichlich. Das Programm ist gespickt mit Schauteilen und weiteren Premieren. Robbie Williams, alias Carsten Siebert, tritt nicht nur live mit der Originalmusik des Superstars im Hintergrund auf, sondern interpretiert auch „Mack the knife“ mit den Brägenwoost Bratters.

Für einen Fan ist sein Auftritt ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk. Die gute Seele des Hauses, Ilona Griesbach, verrät im Interview mit Grütter, dass einer der ganz besonderen Auftritte in „ihrem“ Forum eben der von Robbie gewesen ist.

Die Zauberfreunde Peine, Isi und Olli oder Helmut Horneffer -– sie alle stehen für ein ganz besonderes Stück der 20-jährigen Geschichtes des Hauses. An die erinnert Moderator Grütter auch im Interview mit Heinz Möller. Der Vorsitzende des Kulturrings weiß noch ganz genau, dass die kommunalpolitische Diskussion um das Forum zehn Jahre dauerte. Kein Vergleich zur Bauzeit –   die war 1988 nach nur drei Jahren abgeschlossen.

Ganz nebenbei verrät Grütter ein weiteres Geheimnis: Für das Forum gab es eine Reihe von Namens-Vorschlägen, Eulen-Nest war einer davon. Dass es dabei nicht geblieben ist, freut nicht nur Kulturring-Geschäftsführer Christian Hoffmann und Peines Bürgermeister Michael Kessler. Der bringt ein ideelles, aber umso wertvolleres Geschenk mit: Mit Blick auf Hoffmann und Möller sagt er im Interview vor 400 Gästen, dass es ihm um die Zukunft der Kultur in Peine nicht bange ist, so lange die beiden „Kultur-Päpste“ Möller und Hoffmann Regie führen.

 

Jörg Schmidt

Sport und Spaß zum Vereinsgeburtstag

aus Peiner Allgemeine Zeitung vom 22. August 2009

Der Golf-Club Peine-Edemissen ist 20 Jahre alt. Das feiern die Mitglieder mit einem Turnier und einem lustigen Beisammensein bis in die Nacht hinein.

Ungewohnte Klänge hallten über den für seine Ruhe bekannten Golfplatz in Edemissen. Das Brägenwoost Bratters Orchestra um Clubmitglied Dr. Dierck Alex unterhielt im Anschluss an das Turnier zum 20-jährigen Vereinsbestehen fast 200 Golfer und Gäste auf der Clubhausterrasse am Dahlkampsweg. Das Konzert war der zweite Teil des Feier-Programms, das sportliche Turnier der erste.

Braunschweiger Zeitung Online 21.12.09:
Heimspiel für die Brägenwoost Bratters
Adventsjazz im Festsäle-Foyer - Stehvermögen gefragt
Von Rainer Heusing

Jazz am Vorabend des vierten Advents im Foyer der Peiner Festsäle. Da lautete die Frage: "Wer hat das größte Stehvermögen, die Musiker, die ein dreistündiges Programm durchstanden, oder die Zuhörer, die vor der Bühne und an den Stehtischen standen?"
Die Antwort: Der Vergleich ging unentschieden aus, denn sowohl die Jazzmusiker als auch die Jazzfans sind für ihr Durchhaltevermögen bekannt. Die leidenschaftliche Begeisterung für diese Musikgattung eint Mitwirkende und Zuhörende zu einer großen Familie.
Hinzu kam, dass das Brägenwoost Bratters Orchestra (frei übersetzt: Brägenwurst-Brüder) am Samstagabend wieder ein Heimspiel hatte, denn es war vor 28 Jahren in Peine gegründet worden. Günter Geisler, der die Band 1981 zusammengestellt hatte, gibt auf der Trompete oder auf dem Flügelhorn im Sinne des Wortes immer noch den Ton an. Zum Adventsjazz hatte er seinen in Berlin studierenden und Sopran-Saxophon spielenden Sohn Philip als Gast mitgebracht.
Ein weiterer Gast war Eddi Filipp aus Braunschweig. Er war kurzfristig für den erkrankten Wolfgang Oppermann eingesprungen und zeigte mit einem Solo beim "Yacht Club Swing" rasch, dass er ebenfalls ein guter Schlagzeuger ist. Für das insgesamt hohe Tempo, auch Drive genannt, sorgte Banjospieler Helmut Horneffer, ein gebürtiger Peiner, mit seinen hörbaren Anweisungen.
Zum Adventsjazz gehörten auch Titel wie "Winterwonderland", "Jingle Bells" und "White Christmas". Die Gesangssolistinnen Christiane Schommler und Bianca El-Mabrouk fügten sich stimmkräftig in das vielstimmige Ensemble ein und wurden wie die Instrumental-Solisten nach jedem Chorus mit herzlichem Beifall bedacht.
Der Brägenwoost-Jazz sei, so ist in der Chronik des Orchesters nachzulesen, "stets frisch zubereitet, fein gewürzt, geschmackvoll angerichtet und immer mit Biss". Geschmackvoll angerichtet war auch das kulinarische Angebot, aus dem die Zuhörer im Foyer wählen konnten: von Garnelenspießen über Gourmet-Currywürste bis zu belegten Canapés.

PEINER FESTSÄLE 21.12.09
Von wegen "Stille Nacht"
Draußen eisig kalt, drinnen Schweiß treibend heiß - so lässt sich die Stimmung beim Jazzkonzert im Foyer der Festsäle treffend umreißen. Brillenträgern beschlug erstmal die Sehhilfe, wenn sie aus der minus 15 Grad kalten Schneelandschaft ins gut geheizte Foyer eintraten.

Christiane Schommler singt bei einigen Titeln zur Musik der Brägenwoost Bratters.

Peine. Die Musik des Brägenwoost Bratters Orchestra tat dann ein Übriges, um die ohnehin schon kuscheligen Temperaturen noch deutlich zu erhöhen. Die Musiker starteten mit einer Mischung aus klassischen Jazz- und Swingtime-Stücken: "Maryland", "Fidgety Feet" und "12th Street Rag" begeisterten von Beginn an die Zuhörer. Stimmlich unterstützt wurden sie bei "Makin Whoopee" und "Bei mir biste scheen" von Christiane Schommler, festlich gewandet im weihnachtsroten Abendkleid.
Passend zum Wetter stimmte Christiane Schommler dann das bekannte Lied "Winterwonderland" an, unterstützt von Sängerin Bianca El-Maburuk, die am Sonnabend ein Gastspiel bei den Brägenwoost Bratters gab.
Ein weiterer Gast war Philip Geisler aus Berlin, der sein Sopran-Saxofon professionell handhabte und das Lied "Si tu vois ma mere" Herz ergreifend schön interpretierte. Nicht fehlen durften natürlich auch die Klassiker wie "Sentimental Journey" oder "Amazing Grace". Auch Weihnachtliches hatten die Musiker sich einfallen lassen. Bianca El-Maburuk sang das alt bekannte "Silent Night". Gemeinsam mit Sängerkollegin Christiane Schommler stimmte sie außerdem "White Christmas" an.
Allen Musikern konnte man deutlich ansehen, mit wie viel Spaß und Leidenschaft sie bei der Sache waren. Hoch professionell spielten sie ihre Instrumente und versetzten das Publikum in eine fröhlich-ausgelassene Vorweihnachtsstimmung.
Wer sich bei so viel musikalischem Genuss und Kräfte zehrendem Mit-swingen erst einmal stärken musste, hatte dazu übrigens auch Gelegenheit. Der Wirt der Festsäle hatte ein leckeres Büffet mit adventlichen Köstlichkeiten aufgebaut.
Dr. Nicole Laskowski

Christmas Special - JAZZ im FOYER

Ragtime - Oldtime - Swingtime mit dem
Brägenwoost Bratters Orchestra
Jazz aus Niedersachsen - zwei Stimmen und acht Jazzer

Wann: 17.12.2010, 20:00 Uhr

Wo: Stadttheater Peiner Festsäle
Friedrich-Ebert-Platz 12, 31226 Peine
Veranstalter:
Theaterrestaurant "Peiner Festsäle"

Ein Parcours durch die klassische Welt des Jazz. Weihnachtlich temperiert mit zwei stimmgewaltigen Sängerinnen und alles jazzig garniert mit einem der besten Banjo- und Dudelsackspieler Deutschlands auf historischen Instrumenten.

Zu ihrem 25. Bühnenjubiläum gab das BBO an vier Abenden im Foyer des Stadttheaters ein neues kulinarisches Musikpodium der Premiumklasse. Bei ihrem Auftritt im Forum Peine anläßlich des 20-jährigen Bestehens des Hauses war das Publikum im November 2008 begeistert.
Die "Frontlinie" Trompete, Posaune, Tenor-Sax, Alt-Sax und Klarinette wird ergänzt durch Piano, Bass und Schlagzeug sowie beim Christmas Jazz bei einigen Titeln durch Banjo und Dudelsack verstärkt.
Schallplatten, Cassetten, CD-Aufnahmen, Rundfunk- und Fernsehauftritte sowie Konzerte machten die Band bekannt - Konzerte u. a. in Duisburg, Düsseldorf, Köln, Dortmund, Hamburg, Berlin, München, Frankfurt, Hannover, Braunschweig. Auch zur Einweihung der Niedersachsenvertretung in Berlin wurden sie verpflichtet. Live-Auftritte hatte das Ensemble bei SAT 1 und 3 SAT, ZDF, NDR 3 und im NDR Funkhaus in Hannover. Auf Tourneen bereisten sie Spanien, Kenia, Holland, Belgien, Dänemark, Kanaren, Balearen...
Durch ihren Erfolg in den vergangenen 29 Jahren haben die Musiker des BBO mit ihrem Jazz aus Niedersachsen auch die Spezialität unseres Bundeslandes, die Brägenwurst, international bekannt und salonfähig gemacht.
Zu ihrem 30-jährigen Bühnenjubiläum gibt das BBO am Sa., 24. September 2011 ein Jubiläumskonzert mit musikalischen Gästen und Freunden in der Schützengilde.

Die guten alten Jazzer

Das Brägenwoost Bratters Orchestra wird 30 Jahre alt
Von Klaus Gohlke

Fragte man Experten, ob sie eine Jazzformation aus Niedersachsen nennen können, die es bereits zu diversen TV-Auftritten und Touren im Ausland gebracht hat, gäbe es sicher Rätselraten. Dabei ist es in unserer Region verwurzelt, in Braunschweig und Peine: das Brägenwoost Bratters Orchestra (BBO). Brägenwurst ist zweifelsfrei niedersächsisch. Aber ist das, was das BBO spielt, Jazz?
Wer sich ein eigenes Urteil bilden will, höre einfach in die BBO-CD "Jazz aus Niedersachsen" rein, schon in der 2. Auflage gepresst. Das BBO spielt Oldtime Jazz Swing, Dixie, Blues mit dem Anspruch, intellektuelles Spiel mit Spaß zu verbinden. Kompositionen des frühen 20. Jahrhunderts, Pflege der Wurzeln des modernen Jazz. Und - das ist das Außergewöhnliche - seit nunmehr 30 Jahren.
Fragt man BBO-Trompeter Günter Geisler nach der Situation des Oldtime Jazz, so sprechen Stolz und Wehmut aus seinen Worten. Selbstbewusstsein erwächst aus der Tatsache, gleichwertiger Partner großer Kapellen gewesen zu sein. Etwa der Dutch Swing College Band, dem Pasadena Roof Orchestra, der Merry Tale Jazzband - weil man denselben Ansprüchen genügte. Es ging und geht um gute Arrangements, um zündende Ideen, was den Sound angeht, um ausgefeilte Spieltechnik. Wehmut herrscht, weil der Oldtime Jazz seinen Höhepunkt in den 60er Jahren hatte, jetzt Nischencharakter besitzt und die Clubkultur ausstirbt.
Zu Unrecht, wie Geisler meint. Fast alle Bandmitglieder seien ausgebildete Musiker und beherrschten ihr Handwerk ohne Abstriche, auch wenn sie jetzt "bürgerlichen" Berufen nachgingen. Die "Frontlinie" besteht aus Trompete, Tenor-Sax, AltSax, Posaune und Klarinette. Den Hintergrund liefern Piano, Gitarre, Banjo, Bass und Schlagzeug, dazu kommt ein Vibraphon, was den Sound der Band bemerkenswert verändert, und natürlich die Stimmen von Christiane Schommler und Bianca El-Mabrouk.
Das BBO muss, wie alle Bands, mit den Widrigkeiten des Lebens fertig werden. Mitspieler verändern sich beruflich, erkranken, sterben. Gleichwohl gelingt es, die Lücken durch jüngere Musiker zu schließen, so dass an ein Aufhören nicht zu denken ist. "Alle zehn Jahre machen wir eine neue CD. Es ist wieder soweit", sagt Geisler.
Aber jetzt steht erst einmal das Jubiläumskonzert an: am Samstag, 24. September, 20 Uhr, jazzt die Band in der Peiner Schützengilde. Der Erlös geht an das Projekt "Gesundes Frühstück" in einer Peiner Schule.

(Braunschweiger Zeitung, 22.09.2011

Brägenwoost Bratters Orchestra "erswingte" 10 000 Euro

Feinster Bratters-Jazz von Dixieland bis Swing und ein proppenvolles Schützenhaus: Auch ohne den guten Zweck wäre das Jubiläumskonzert zum 30. Geburtstag des Brägenwoost Bratters Orchestras ein Höhepunkt der Peiner Abendunterhaltung gewesen. Doch am Ende kamen auch noch stolze 10 000 Euro für das "Gesunde Frühstück" zusammen.
Volle Show für den vollen Festsaal: Das Brägenwoost Bratters Orchestra spielte zu seinem 30-jährigen Bestehen für den guten Zweck.

Volle Show für den vollen Festsaal: Das Brägenwoost Bratters Orchestra spielte zu seinem 30-jährigen Bestehen für den guten Zweck.

Gut 460 Gäste kamen und waren begeistert.

Ob ekstatisch, mit in den höchsten Tönen juchzender Klarinette von "P.T.", wild, mit rasanten Tenorsaxofon-Soli von Christian Bode oder verdammt "cool" mit gedämpfter Trompete von Günter Geisler - wer das Brägenwoost Bratters Orchestra am Wochenende im Festsaal der Schützengilde erleben durfte, fühlte sich zeitweise in die "roaring" 1920er-Jahre zurückversetzt - so echt, schnell und leidenschaftlich spielte das Orchestra gemeinsam mit besonderen Gästen zu seinem 30. Geburtstag Oldtime-Jazz vom Feinsten.
460 Besucher waren zum Konzert gekommen und bereuten es nicht, wie man am häufigen Zwischenapplaus und an den "Ohhs" und "Aahs" bei Song-Ankündigungen hören konnte. Doch ihr Besuch war nicht nur zum eigenen Vorteil: Die Einnahmen sollten im vollen Umfang an das "Gesunde Frühstück" der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule gehen.Und die Finanzierung des gesunden Essens wird in nächster Zukunft kein Problem mehr sein, denn durch den Eintrittskarten-Verkauf kamen 9200 Euro zusammen. Peines Bürgermeister Michael Kessler, Schirmherr der Veranstaltung, war sichtlich zufrieden angesichts der 460 Zuschauer: "Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass wir den Saal vollkriegen - einen großen Dank an Sie alle!"
Noch mehr freute sich der Bandgründer und Initiator des guten Zwecks, Günter Geisler: "Das Ergebnis ist mehr als gut. Es ist klasse, was in Peine möglich ist!" Besonderes Lob erhielt Ulrich Peitmann, der im Namen des Peiner Rotary Club die Summe auch noch auf 10 000 Euro aufrundete. Der Abend schloss mit Ovationen im Stehen - und die galten nicht zuletzt einer glänzenden Gemeinschaftleistung.

(Peiner Allgemeine Zeitung, 26.9.11

Musiker unter Strom
Benefiz-Konzert des Brägenwoost Bratters Orchestra
Von Rainer Sliepen

PEINE. Originell, ja mutig waren sie schon vor 30 Jahren, die Bandmitglieder des Brägenwoost Bratters Orchestra. Denn wer sich mit dem plattdeutschen Namen des Nationalgerichts der Niedersachsen schmückt, muss Besonderes leisten.
Nun feiern sie ihr Jubiläum auf der Bühne ihrer Heimatstadt in der Schützengilde Peine, moderiert von Jürgen Grütter, und geben ein Benefiz-Konzert zugunsten der Peiner Hinrich-Wilhelm-Kopf Schule.
Das ist der Dank der Brägenwürste an ihre Fans. 30 Jahre haben sie ihnen die Treue gehalten. Das Jubiläumsprogramm: Oldtime Jazz, Musik vom Volk für das Volk, für Menschen, die hart arbeiten, ehrlich, schnörkellos, direkt aus dem Herzen in die Ohren der Freaks.
Der Repräsentationssaal der Peiner ist am Samstagabend gerammelt voll. Die Brägenwürste spielen konzentriert, nur gelegentlicher Körpereinsatz verrät: Die stehen unter Strom. Das ist der Sound des "schwarzen" Jazz aus den Kellern und Straßen von New Orleans. Auf diesen Spuren wandeln die Peiner Künstler mit instinktiver Emotionalität, so, wie sie die genialen Erfinder dieser Musikrichtung vor 90 Jahren ersonnen haben.
Auch die Peiner Band besteht aus Instinktmusikern. Das ist die Voraussetzung für ihre Lust am Improvisieren, am Verändern des thematischen Materials. Und diese ungeplanten spontanen Elemente machen die Faszination des Jazz aus.
Zwischendurch wird es nostalgisch. Damals, vor 30 Jahren... Ein Bandmitglied aus den Anfangstagen, Wolfgang Biesterfeld, ergreift noch einmal das Sopransaxophon und musiziert mit den alten Kumpels. Und es funktioniert. Ein kurzer Augenkontakt, Dirk Alex am Keyboard intoniert eine kleine, harmlose Melodie, Wolfgang Oppermann an den Drums schiebt sie mit ruhigen Schlagimpulsen an, löst sich vom bedächtigen Rhythmus, knallt ein paar fantastische Schlagfolgen in den Saal, die leuchten wie ein plötzliches akustisches Gewitter, mit sattem Sound fallen die Bläser ein der "Brägenwoost Bratters Express" nimmt Fahrt auf.
Im Programm alles, was die Strahlkraft dieser Musikrichtung ausmacht: Das fetzige "Bei mir biste scheen" mit den fantastischen Vokalistinnen Bianca El-Mabrouk und Christiane Schommler, "Petite Fleur" mit Peter Tschunkerts magischer Klarinette und den virtuosen Posaunen von Rolf Schlei und Jürgen Kauer in "Lullabye of Birdland". Zum Abschluss das zu Herzen gehende "Amazing Grace". Viel Beifall. Bye, Bye, ihr Brägenwürste, auf die nächsten 30 Jahre!

(Braunschweiger Zeitung, 26.09.2011)

Sommerfest der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin
24. Juni 2013

Peine

Brägenwoost Bratters Orchestra spielt in Peine

Drei Stunden mit Blues, Swing bis hin zu den zahlreichen Facetten des Jazz: Ein Ohrenschmaus für Musik-Feinschmecker sind die Konzerte des Brägenwoost Bratters Orchestra seit jeher. Mit großer Besetzung und Top-Musikern aus ganz Niedersachsen geht es bald auch wieder in Peine rund: Am kommenden Freitag, 2. November 2912, kommt das Ensemble in die Festsäle - und mit ihm ein Stück des frühen 20. Jahrhunderts.

Facettenreich: In großer Besetzung will das Brägenwoost Bratters Orchestra begeistern. Vorfreude herrscht auch schon bei der Bläser-Gruppe des Ensembles und Trompeter Günter Geisler (r.).

Facettenreich: In großer Besetzung will das Brägenwoost Bratters Orchestra begeistern. Vorfreude herrscht auch schon bei der Bläser-Gruppe des Ensembles und Trompeter Günter Geisler (r.).

Stücke von Duke Ellington, Spencer Williams, George Gershwin und anderen Künstlern: Einen „musikalischen Auftakt zur Grünkohl- und Brägenwurstsaison“ will das Brägenwoost Bratters Orchestra in Peine bieten, betont Günter Geisler, Trompeter und Flügelhorn-Spieler. Von Classic- und Happy-Jazz bis zu Swing und Blues bietet das Programm des Abends viel für musikalische Feinschmecker - und auch für kulinarische: Denn neben dem Konzert gibt es ein Grünkohl-Büfett, standesgemäß auch mit Brägenwurst.

Nicht nur die Lieder, auch die Instrumentalisierung ist vielseitig: „Wir haben Tenor- und Alt-Saxophon, Klarinette, Tenor-Gitarre, Posaune und vieles mehr. Bei uns spielen die besten Jazz-Musiker Niedersachsens“, betont Geisler. „Das Konzert in Peine veranstalten wir einmal im Jahr - es ist schon Tradition.“ Zu den Klängen der Instrumente lässt Tine Peukert ihre rauchige Jazz-Stimme erklingen.

Musik machen die Brägenwoost Bratters seit mehr als 30 Jahren, doch müde, sich immer wieder selbst auszuprobieren und das Publikum mitzureißen, sind die Musiker noch lange nicht. Geisler betont: „Es gibt ein festes Harmoniebild, über das improvisiert wird. Das motiviert immer wieder und macht das lebendige Bild des Jazz‘ aus.“

js

Brägenwoost - Jazz:   Frisch zubereitet und mit Biss

Peine Die „Brägenwoost Bratters“ eröffneten die kulinarische Herbst-Saison mit einem musikalischen Menü. Zu Essen gab es natürlich Brägenwurst mit Grünkohl.

Sängerin Tine Peukert (Mitte) mit (von links) Christian Bode, Rolf Schlei, Wolfgang Oppermann und Bandleader Günter Geisler.
Sängerin Tine Peukert (Mitte) mit (von links) Christian Bode, Rolf Schlei, Wolfgang Oppermann und Bandleader Günter Geisler.
Foto: Rainer Heusing
 

 

In den Peiner Festsälen eröffneten am vergangenen Freitagabend die „Brägenwoost Bratters“ die kulinarische Herbst-Saison mit einem musikalischen Menü. Nach einem herzhaften Essen gab es herzhaften Oldtime-Jazz.

Viele Gäste, die zum Konzert ins Foyer gekommen waren, hatten sich vorher im Theater-Restaurant mit Brägenwurst und Grünkohl gestärkt. Auch den Musikern hatte das Essen so gemundet, dass Band-Chef Günter Geisler den Restaurant-Inhaber auf die Bühne holte und die Zuhörer um herzlichen Beifall für Torsten Kowohl bat.

Die „Brägenwoost Bratters“ gaben bereits zum sechsten Mal ihr Jahreskonzert im Foyer der Festsäle. Der Zeitpunkt, nämlich die Eröffnung der Brägenwurst-Saison, passt zur Musik dieses Orchesters. Denn, so ist in dessen Chronik nachzulesen: „Brägenwoost-Jazz ist stets frisch zubereitet, fein gewürzt und immer mit Biss.“

Davon konnte sich auch Michael Kessler überzeugen. Peines Bürgermeister gehörte zu den mehr als 200 Zuhörern, die das dreistündige Programm verfolgten.

Gewiss, die „Brägenwoost Bratters“ spielen im 31. Jahr ihres Bestehens Swing, Dixieland und Blues, vor Jahrzehnten komponiert, aber eben stets mit fröhlichem musikantischen Schwung. Das fachkundige Publikum honorierte dies nach jedem Chorus mit lebhaftem Beifall.

Als Gesangssolistin war nach zehnjähriger Pause erstmals Tine Peukert wieder dabei. Die Leiterin des Martin-Luther-Kindergartens in der Südstadt überzeugte mit stimmlicher Bandbreite, die von samtig-weich bis rau reicht, also den hohen Ansprüchen einer Jazz-Sängerin gerecht wird. Geradezu umjubelt wurde Tine Peukert nach Titeln wie „Sweet Georgia Brown“, „Basin Street Blues“, „Georgia On My Mind“ oder „Summertime“.

Helmut Horneffer spielte diesmal nicht nur Banjo, sondern erstmals auch auf einer Tenor-Gitarre. Die hat nur vier Saiten und wurde um 1930 extra für Swingmusik gebaut. „Auf so einem Instrument hat auch Peter Kraus 1956 gespielt“, berichtete Horneffer.

Weitere Solisten waren: Bandleader Günter Geisler spielte Flügelhorn und Kornett, Rolf Schlei Posaune, Peter Tschunkert Klarinette und Alt-Saxophon, Wolfgang Oppermann Schlagzeug, Dierck Alex Klavier. Tenorsaxophonist Christian Bode führte mit launigen Erläuterungen durchs Programm.

Von Rainer Heusing

Peiner Nachrichten vom 5.11.2012

LogoNachrichten-Ticker

Brägenwoost Bratters spielen in Berlin

Dem Brägenwoost Bratters Orchestra aus Peine wird die Ehre zuteil, am Montag, 24. Juni, beim Sommerfest der Landesregierung Niedersachsens in den Berliner Ministergärten zu spielen. Der Ministerpräsident Stephan Weil eröffnet das Fest um 19 Uhr. Bereits am 28. Juni 2001, vor 12 Jahren, spielte die Jazz-Band zur Eröffnung der neu erbauten Landesvertretung in Berlin.

(Fotos: Schoelzel/Lopata)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                          Ein Benefizabend im Stil der 1920er für soziale Projekte in Berlin-­‐Schöneberg
Am 23. November 2013 um 20:00 Uhr findet im Veranstaltungszentrum Hauptstraße 125, 10827 Berlin ein Benefizabend mit Konzert und anschließender Piano Bar im Stil der 1920er Jahre statt. Der Erlös aus Eintritt und weiteren freiwilligen Spenden kommt vier sozialen Kiez-Projekten zugute. Um 20:00 Uhr beginnt der Benefizabend mit einem Konzer des Brägenwoost Bratters Orchestra  (BBO). Das neunköpfige Ensemble spielt seit mehr als 30 Jahren temporeichen, stimmungsvollen und authentischen Swing und Classic Jazz.  Das BBO ist einer der renommiertesten und musikalisch innovativsten, gleichsam perfekt eingespielten deutschen Vertreter des Genres. Die Band spielte bisher auf Konzerttouren in Spanien, Tunesien, Kenia, Holland, Belgien, auf den Kanaren und den Balearen. Auch in Deutschland ist sie an prominenten Orten zu erleben gewesen, u.a. auf Dixieland und Swing-Festivals, in der Berliner Eierschale, im Palais am Funkturm sowie in zahlreichen weiteren Clubs und Veranstaltungsorten. Das BBO wird den Abend mit einem eineinhalbstündigen Konzert eröffnen, das musikalisch die Entwicklung der 1910er hin zu den Höhepunkten in den 20er Jahren nachzeichnen wird. Es werden u.a. Stücke von Fats Waller, Kid Ory, Benny Moten, Nick LaRocca, Hoagy Carmichael und George Gershwin zu hören sein. In der Moderation wird ein geschichtlicher Blick auf die Epoche, ihre Musik und ihre künstlerischen Erzeugnisse geboten. In stilechter Atmosphäre werden die 1920er auch kulinarisch  nachempfunden, dazu gibt es zeitgenössische Drinks und Cocktails. 

Pressemitteilung vom 21.11.2013

Munteres Treiben beim Stadtfrühstück

Salder: Rund 200 Gäste ließen es sich im Mühlengarten schmecken. Dazu erklang föhliche Jazzmusik

Gut gepackte Picknickkörbe, annehmbares Wetter und das tolle Ambiente des Mühlengartens machten aus dem 7. Stadtfrühstück der Bürgerstiftung wieder ein sehr schönes Erlebnis für alle rund 200 Gäste. Für die kulinarischen Genüsse mussten die Stadtfrühstücker selbst sorgen, für die akustischen sorgte die Bürgerstiftung.

Denn auch zu diesem Frühstück gab es wieder gute Unterhaltung. Engagiert worden war die Band "Brägenwoost Bratters Orchestra", die zu den Spezialitäten auf den Tischen Oldtime, Dixiland, Blues und Swing servierte. Die Jazzband aus Niedersachsen hat sich sowohl im gesamten Bundesgebiet als auch im europäischen Ausland einen sehr guten Namen erspielt und sorgte auch im Mühlengarten für beswingte Stimmung.

aus Salzgitter-Anzeiger vom 2. Juni 2014

Peine

Brägenwoorst Bratters erinnerten an die 20er

Peine. Sie sind beliebt im Peiner Land und sorgen regelmäßig für ausverkaufte Hallen: die Brägenwoorst Bratters. So auch am Freitagabend, als sie im Forum Peine auftraten und alle Karten ausverkauft waren.

270 Besucher zählte man, die teilweise einen Platz in der lockeren Bistrobestuhlung gefunden hatten, teilweise aber auch an Stehtischen zusammenkamen. Gleich nach den ersten Tönen wusste man nicht genau, wer es da besser getroffen hatte: diejenigen die im Sitzen mit dem Fuß wippen, oder diejenigen die an den Stehtischen ungezwungen tanzen konnten. So großartige Stimmung herrschte auf der informativen und abwechslungsreichen Reise durch die 20er-Jahre.

Für dieses Konzert hatte sich das Orchester etwas ganz Besonderes für die Besucher ausgedacht. Lange ging es nämlich nicht nur um den Jazz und Swing, sondern auch darum, dem Zuhörer dieses wilde Jahrzehnt etwas näher zu bringen. Durch die Moderation von Philipp Geisler erfuhren die Besucher was hinter den einzelnen Stücken steht. Das machte das Konzert zu einem wahren Juwel.

Untermauert wurden die Informationen und Stücke durch Bilder, Zeugnisse und Schriftstücke, die auf eine Leinwand hinter den Musikern geworfen wurden. „Einige von uns sind lange in Archiven untergetaucht,“ sagte Geisler und wies darauf hin, dass man diese Musik mit allen Sinnen genießen könne. Dies wiederum machte das Orchester deutlich, indem Mozartkugeln an das Publikum verteilt wurden.

Denn auch diese süße Leckerei steht in Verbindung mit dem Jazz. „Mozartkugeln wurden schon in den 20ern importiert und erfreuten sich in Jazzclubs einer sehr großen Beliebtheit. Geehrte wurde mit ihnen der ,Mozart unter den Jazzern‘, Fats Waller“, erklärte der Moderator.

Die 20er-Jahre waren ein Jahrzehnt der krassen Gegensätze. Es gab viel Krach, Pferdekutschen und Motoren trafen auf den Straßen aufeinander, es war eine Zeit des Umbruchs. Neues vermischte sich mit Altem, Jazz mit Swing. Und genau diese Atmosphäre brachten die Musiker authentisch auf die Bühne. Ein ganz besonderes Konzert, das eine neue Faszination für dieses Jahrzehnt aufkommen ließ. Chapeau! Das war wirklich ganz großes Kino.

bol    Peiner Allgemeine Zeitung vom 19.01.2015

Der gute, alte Jazz lebt noch

Peine Das Brägenwoost Bratters Orchestra riss seine Zuhörer im Forum zu Beifallsstürmen hin. Seit 1981 spielt das Ensemble und wird von Jahr zu Jahr besser.

Von Rainer Heusing

Das Brägenwoost Bratters Orchestra bot unter der Leitung seines Bandleaders Günter Geisler (rechts) im Forum ein mitreißendes Konzert.
Das Brägenwoost Bratters Orchestra bot unter der Leitung seines Bandleaders Günter Geisler im Forum ein mitreißendes Konzert.
Foto: Bode
 

Der gute, alte Jazz: Er lebt noch, auch wenn er seine Hoch-Zeit schon lange hinter sich hat. Mit einem mitreißenden Konzert erinnerte das Brägenwoost Bratters Orchestra, abgekürzt: BBO, am Freitagabend im vollbesetzten Forum an die Wurzeln dieser Musik-Gattung.

„Herzlich willkommen zur Zeitreise durch die 20er Jahre“, sagte Philip Geisler, als er die Zuhörer begrüßte und fortan als Moderator durchs Programm führte: „Wir haben uns tief in die Archive gegraben.“ Stimmt. Denn das BBO spielte Stücke, die in den Jahren von 1911 bis 1937 komponiert worden waren: so von Nick La Rocca, Fats Waller, Jelly Roy Morton, Kid Ory, Irving Berlin bis zu Duke Ellington.

Auf der Leinwand über der Bühne wurden dazu Bilder aus den Geburtsstädten des Jazz gezeigt: New Orleans, New York oder Chicago. Als er den Titel „Charleston“ von James P. Johnson ankündigte, rief der Moderator den Besuchern zu: „Sie können jetzt tanzen.“

Dieser Aufforderung kam jedoch niemand nach. Die Menschen, die an Bistrotischen saßen, wollten einfach nur zuhören, sich an den unvergänglichen Melodien laben. Unter den Besuchern überwogen die Jahrgänge Ü 60. Auch die Mitglieder des BBO sind in die Jahre gekommen. Aber ihre Leidenschaft für den Jazz ist ungebrochen.

Fein gewandet – die beiden Sängerinnen in schwarzen Glitzerkleidern, die neun Musiker bis zur Pause im Smoking – boten sie feine, wohltemperierte Musik: Swing, Dixieland und Blues. Wie ist in der Chronik des BBO nachzulesen? „Brägenwoost-Jazz ist stets frisch zubereitet, fein gewürzt und immer mit Biss.“

Die Gesangssolistinnen Tine Peukert und Christiane Schommler fügten sich stimmkräftig in das Ensemble ein.

Günter Geisler, der die Band 1981 zusammengestellt hatte, gibt auf dem Kornett oder auf dem Flügelhorn im Sinne des Wortes immer noch den Ton an.

Er bildet mit den anderen Bläsern die sogenannte „Frontlinie“. Dazu gehören Peter Tschunkert (Altsaxofon und Klarinette) und Christian Bode (Tenorsaxofon), die auf ihren Instrumenten mit fantastischen Läufen imponierten, sowie Rolf Schlei und Jürgen Kauer, die demonstrierten, was eine Zug-Posaune so alles hergibt. Den Hintergrund, nein: das Fundament des Orchesters bilden die für den Drive sorgenden Wolfgang Oppermann (Schlagzeug), Klaus Ortner (Kontrabass, E-Bass und Gitarre), Helmut Horneffer (Banjo, Tenorgitarre) und Dierck Alex (Klavier).

Das begeisterte Publikum dankte mit Klatschmärschen und erhielt zwei Zugaben.